3.1970 - Venice – Italy

World Congress 1970 © ASSITEJ Italy

Rapports

entre l'évolution psychologique de l'enfant d'aujourd'hui et la dramaturgie du théâtre pour l'enfance
Rapport by Flavio Bertelli, Ferrara (Italy)

"(…) Dobbiamo far loro conoscere, bandendo l'ipocrisia e la retorica, che al di sopra di una schifosa "percentuale di uti le” c'è sempre un'etica che pur avendo un piede nella fossa può riprendersi, risorgere, imporsi.
Per fare ciò che armi potremo adoperare, noi, che facciamo del teatro? Il Teatro, signori! Ma non più un teatro fantastico, irreale, limitato al solo spettacolo. Manteniamo pure le favole, ma abbandoniamo le fiabe! Accantoniamo le fate, i maghi, le streghe che hanno fatto il loro tempo e diamo alle favole una struttura moderna, diversa, con una verità attuale. (…)
E vero che da questo tipo die Teatro noi avremo due risultati: Un pubblico più numeroso perchè lo spettacolo è offerto come un gioco, e una più approfondita conoscenza psicologica perchè il ragazzo viene studiato nelle sue più naturali espressioni; ma il teatro vero che dobbiamo creare è però un altro, e un teatro che deve avere per presupposto l'insegnamento – come prima dice vo – della verità attuale. (…)
Per imparare, dicono i pedagogisti, niente risulta più utile al ragazzo dell’esempio perchè fa scattare la molla dello spirito di imitazione. Bisogna allora rispondere alle loro domande, allo loro esigenze; bisogna parlare, spiegare, farci continuamente ascoltare, dar loro insomma degli 'spettacoli' che possano offrire possibilmente un dialogo sceneggiato, figurato, vivo, sicero. (…)''

Bericht über die psychologische Entwicklung des Kindes von heute und die Dramaturgie des Theaters
Von Flavio Bertelli, Ferrara (Italien); aus dem Italienischen von Gerd Taube
"(…) Wir müssen die Jugend wissen lassen, und dabei alle Scheinheiligkeit und Rhetorik beiseitelassen, dass es über das widerliche 'Nützlichkeitsdenken' hinaus immer eine Moral im Theater gibt. Sie steht zwar schon mit einem Fuß in der Grube, aber sie kann sich erholen, wieder aufleben und sich durchsetzen. Aber welche Waffen können wir nutzen, die wir Theater machen, um dies zu tun? Das Theater, meine Damen und Herren! Aber nicht mehr ein Theater der Fantasie und des Irrealen, begrenzt nur auf die einzelne Vorstellung. Bewahren wir doch einfach die Geschichten, und geben wir die Märchen auf! Lassen wir die Feen, die Magie, die Hexen beiseite, die ihre Zeit gehabt haben und geben wir den Geschichten eine andere, moderne Struktur für eine aktuelle zeitgemäße Wahrheit. (…)
Und tatsächlich, der neue Typus des Mitspiel-Theaters zeigt gegenwärtig zwei Wirkungen: Es erreicht ein größeres Publikum, denn die Vorstellung wird wie ein Spiel präsentiert. Und eine Vertiefung der Kenntnis der Psychologie bei den Schauspielern, denn die Kinder und Jugendlichen können in ihrer natürlichen Art sich zu äußern, studiert werden. Das wahre Theater, das wir schaffen müssen, ist indes ein anderes. Es ist ein Theater, das, wie schon vorher gesagt, die Unterrichtung in zeitgemäßer Wahrheit zur Voraussetzung hat.  (…)
Um zu lernen, so sagen die Pädagogen, sind Beispiele für Jugendliche nicht besonders hilfreich, denn sie führen dazu, dass der Geist den Schalter auf Nachahmung umlegt. Es ist vielmehr notwendig auf ihre Fragen zu antworten, ihre Bedürfnisse wahrzunehmen. Es ist nötig zu sprechen, zu erklären, ihnen kontinuierlich zuzuhören. Kurzum, ihnen die Aufführungen anzubieten, die ihnen einen fortwährenden, lebendigen und ehrlichen Dialog ermöglichen."
(Associazione Italiana teatro infanzia e gioventu' A.T.I.G. Via del Don, 6 – Milano. S. 8-9)

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