Chronik

Verleihung des Deutschen Kindertheaterpreises 2014 und des Deutschen Jugendtheaterpreises 2014

v.l. Peter Feldmann, Barbara Christ, David Greig, Bettina Bundszus-Cecere, Gert Taube (Foto:  Karin Berneburg)

Am Abend des 4. Dezember 2014 wurden im Kaisersaal des Frankfurter Römers in Anwesenheit von Frankfurts OB Peter Feldmann die beiden wichtigsten deutschen Staatspreise für dramatische Literatur für Kinder und Jugendliche verliehen. Den Deutschen Kindertheaterpreis 2014 erhielt Jens Raschke (Deutschland) für sein Stück: ''Was das Nashorn sah, als es auf die andere Seite des Zauns schaute''. Der Deutsche Jugendtheaterpreis 2014 ging an 'Monster' (The Monster in the Hall) von David Greig (Großbritannien) und Barbara Christ (Deutschland) für die Übersetzung aus dem Englischen

Die Preise wurden von der Abteilungsleiterin Kinder und Jugend des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Bettina Bundszus-Cecere, überreicht. In Ihrer Rede würdigte Sie neben dem 25. Jubiläum des KJTZ vor allem die Bedeutung der Arbeit der Kinder- und Jugendtheater und seiner Autor/innen für das Heranwachsen der jungen Generation: ''Kindheit und Jugend haben sich in den letzten 25 Jahren extrem verändert. Was heute vielen Kindern fehlt, ist Zeit: Nicht nur zum Lernen – sondern auch Zeit zum Erleben, Erfahren und Träumen. Und nun kommt ganz klar das Theater für junges Publikum ins 'Spiel', denn es kann Kindern und Jugendlichen Freiräume für Phantasie und Partizipation schaffen. Aber dazu braucht es eben auch qualitätsvolle Stücke an den Kinder- und Jugendtheatern in Deutschland! Mit der Vergabe des Deutschen Kindertheaterpreises und des Deutschen Jugendtheaterpreises sind genau die Standards für diese notwendige Qualität gesetzt worden!''

Der feierlichen Zeremonie wohnten ca. 200 Gäste bei, darunter Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung sowie Autor/innen des Kinder- und Jugendtheaters und die Teilnehmer/innen des 26. Frankfurter Autorenforums für Kinder- und Jugendtheater.

Laudatio Kindertheaterpreis 2014

Laudatio Jugendtheaterpreis 2014

Ausschreibung 2014

Jury

v.l. Hannes Oppermann, Ulrike Hatzer, Susanne Freiling, Thomas Stumpp (Foto:  Karin Berneburg)

Der Jury für den Deutschen Kindertheaterpreis 2014 und den Deutschen Jugendtheaterpreis 2014 gehörten an: Susanne Freiling, Künstlerische Leiterin des Theaterhaus Ensembles, Frankfurt am Main; Ulrike Hatzer, freie Regisseurin und Theaterpädagogin, Braunschweig; Hannes Oppermann, Dramaturgieassistent am Deutschen Theater, Berlin; Thomas Stumpp, Mitarbeiter im Bereich Theater und Tanz des Goethe-Instituts, München; Prof. Dr. Gerd Taube, Leiter des Kinder- und Jugendtheaterzentrums in der Bundesrepublik Deutschland, Frankfurt am Main.

Stipendien zum Deutschen Kindertheaterpreis 2014

v.l. Peter Feldmann, Thilo Reffert, Johanna Benrath, Michael Müller, Bettina Bundszus-Cecere, Gert Taube (Foto:  Karin Berneburg)

Mit den Stipendien zum Deutschen Kindertheaterpreis in Höhe von je 3.000 Euro werden alle zwei Jahre Autor/innen unterstützt, die ein neues Stück für Kinder schreiben. Die mit dem diesjährigen Stipendium entstehenden Stücke wurden von ausgewählten Theaterensembles szenisch erprobt und beim 'Boxenstopp Leipzig 2015 –Werkstatt der Autoren' im Februar 2015 öffentlich präsentiert und diskutiert.

Ruth Johanna Benrath, Berlin, erhiellt das Stipendium für ihr Projekt 'Der Junge bei den Fischen', das von der grenzüberschreitenden Verständigung zwischen den Menschen handelt. Die Jury lobt das Potential der Sprache der Autorin, mit der ein bildkräftiges, poetisches Stück für das Kindertheater entstehen kann. Michael Müller, Hamburg, beschreibt in seinem Projekt 'Die Füße im Himmel' die Auswirkungen des Krieges in Afghanistan auf einen in Deutschland lebenden Jungen und seine Mutter. Er erzählt die Geschichte einer Vater-Sohn-Beziehung, aus der Rückschau des Jungen, dessen Vater beim Militäreinsatz gefallen ist. Mit dem Stück könne es gelingen, ein gesellschaftlich relevantes und brisantes Thema für das Kindertheater zu entdecken, so die Jury. Thilo Reffert, Berlin, überzeugte die Jury mit seinem Projekt 'Ronny von Welt'. Im Mittelpunkt des Stücks steht ein unauffälliger Junge, der mit seiner Fähigkeit, Geschichten zu erzählen, andere Menschen fasziniert. ''Die Jury würdigt mit dem Stipendium das Potential der Idee des Autors, dass die Kraft der Erzählkunst die eigene Identität als Selbstkonstruktion erfahrbar machen kann'', heißt es in der Begründung.

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