Preisträger

Kerstin Specht (Foto: Isolde Ohlbaum)

Specht, Kerstin (Deutschland)
Deutscher Kindertheaterpreis 2002
für ihr Stück Wieland

Verlag der Autoren, Frankfurt am Main

Jurybegründung

Die Dramatisierung des Mythos vom Schmied Wieland erzählt die wichtige Geschichte über die Suche nach dem Glück. Wo die Zaubermittel des Mythos versagen siegt am Ende die menschliche Schöpferkraft. Mit schlichter und kunstvoller Sprache schafft die Autorin poetische Bilder von großer assoziativer Kraft.

Werkbeschreibung

Wieland, der Schmied ist ein Künstler, der beste Schmied weit und breit. Er hat den Zauberring Alberichs geschmiedet und ihm gehört das Schwert Balmung. Auch ist Wieland der beste Schütze der Welt und besitzt Schimming, das schnellste aller Pferde. Als der König Nidung eines Tages bei einem Raubzug den Zauberring erbeutet, macht sich Wieland auf, den Ring zurück zu erobern. Als Goldbrand der Schmied verkleidet tritt er in den Dienst des Königs. Der nutzt seine Kunst gerne aus. Doch seine Tochter Bathilde, die der junge Schmied liebt, will er ihm trotz eines Versprechens nicht geben. Stattdessen lässt er Wielands Fußsehnen durchschneiden und verbannt ihn auf eine einsame Insel. Um dem Machtbereich des Königs zu entfliehen, schmiedet Wieland sich Flügel und fliegt davon.

Kurzbiografie

Kerstin Specht, 1956 in Kronach (Oberfranken) geboren, übernahm nach Abschluss ihres Germanistikstudiums in München eine Regieassistenz beim Bayrischen Rundfunk. Nach einem weiteren Studium an der Hochschule für Fernsehen und Film in München begann sie 1988 für das Theater zu schreiben. Ihre Arbeiten wurden mit zahlreichen Preisen und Stipendien ausgezeichnet. Die Aufführungsrechte für ihre Stücke liegen beim Verlag der Autoren, Frankfurt am Main.

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